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Automatengebühren - Teure Automaten

 

Eigentlich darf eine Euro-Abhebung an einem Geldautomaten im Ausland nicht teurer sein als im Inland – das jedenfalls verlangt seit Juli 2002 eine entsprechende EU-Verordnung. In Wahrheit aber werden deutsche Reisende im Ausland oft übermäßig zur Kasse gebeten.

Das eigentliche Ziel der Verordnung war, die Kosten für Banktransaktionen auch für die Verbraucher zu senken. Europäische Geldinstitute sollten eigentlich die Gebühren im internationalen Zahlungsverkehr an das Inlandsniveau angleichen. Deutsche Banken und Sparkassen haben aber einen anderen Weg gewählt, und vor allem die Gebühren für das Abheben an Geldautomaten fremder Banken im Inland um bis zu 58% erhöht – und diese Gebühren werden auch bei ausländischen Fremdbanken fällig.

Laut einer Untersuchung des Europäischen Verbraucherverbandes BEUC in Brüssel liegen die deutschen Bankgebühren deutlich über dem Niveau, das in anderen europäischen Ländern gilt: so können Kunden belgischer, niederländischer oder österreichischer Banken Geldautomaten im Ausland ohne zusätzliche Gebühren nutzen, Reisende aus Italien oder Luxemburg zahlen durchschnittlich 1,50 bis 2 Euro pro Bargeldabhebung. In Deutschland sind dagegen Mindestbeträge zwischen 3,25 und 4,50 Euro für eine einzelne Abhebung mit der Maestro-Card üblich, die kostenlose Abhebung bildet eine sehr seltene Ausnahme.

Das Europäische Verbraucherzentrum in Kiel ist der Auffassung, dass die hohen Entgelte für die Bargeldabhebung im Ausland eine nicht hinnehmbare Benachteiligung der deutschen Verbraucher darstellen. Dieser Missstand sollte auch die Europäische Kommission auf den Plan rufen, um die Preisgestaltung in Hinblick auf mögliche Absprachen und das Funktionieren des Wettbewerbes zu überprüfen, fordern die Verbraucherschützer.

TIPP: Wer nicht auf entsprechende Maßnahmen der Europäischen Kommission warten möchte, kann sich mit einem DKB-Cash Girokonto (s. Artikel „Alles umsonst?“) schon jetzt die Möglichkeit zum gebührenfreien Bargeldbezug weltweit sichern!



 

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