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Berufsunfähigkeitsversicherung - Wie wichtig ist der Berufsunfähigkeitsschutz?

 

Berufsunfähigkeit ist ein Risiko, das Sie existenziell bedrohen kann; die Absicherung durch die gesetzliche Rentenversicherung ist aber, wenn überhaupt noch vorhanden, überaus dürftig - eine private Vorsorge ist also besonders wichtig.

Statistisch gesehen muss jeder vierte Deutsche vor Erreichen des Rentenalters aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Beruf ausscheiden, die Gründe hierfür reichen von Rückenleiden über Herzinfarkte bis zu psychischen Erkrankungen. Unfälle zählen interessanterweise mit einem Anteil von unter 12% zu den eher seltenen Gründen für eine Berufsunfähigkeit – eine Unfallversicherung bietet daher nur mäßigen Schutz gegen eine Berufsunfähigkeit, besonders weil alle relevanten Leistungen einer Unfallversicherung in einer BU bereits enthalten sind.

Eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es seitdem nicht mehr, die Rentenversicherung zahlt nur noch im Falle der Erwerbsunfähigkeit. Und die Leistungen der Erwerbsunfähigkeitsrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind seit dem 1. Januar 2001 teils empfindlich eingeschränkt worden: so erhält heutzutage überhaupt nur noch derjenige eine solche Rente, der ungeachtet von Qualifikation und Ausbildung KEINE in Anbetracht der Beeinträchtigung zumutbare Arbeit zu verrichten im Stande ist. Die Rentenhöhe berechnet sich in diesem Fall nach dem „Restleistungsvermögen am allgemeinen Arbeitsmarkt“. Der mögliche Verdienst am „allgemeinen Arbeitsmarkt“ wird dann zur Minderung der ohnehin schon gering bemessenen Rente eingesetzt. Außerdem sind alle staatlichen Leistungen zeitlich befristet und greifen frühestens ab dem siebten Monat der Berufsunfähigkeit.

Wer sich also heute in punkto Berufsunfähigkeit auf die gesetzlichen Leistungen verlässt, der muss damit rechnen, bestenfalls eine Schmalspurrente zu bekommen, die erstens nicht besonders hoch ausfällt und zweitens überhaupt nur gezahlt wird, wenn der Betroffene gar keinen Beruf (NICHT: seinen erlernten Beruf!) mehr ausüben kann.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist also ein absolutes Muss für jeden Berufstätigen, der im Zweifelsfall nicht plötzlich unter die Armutsgrenze abrutschen möchte.

Doppelt wichtig ist eine solche Versicherung für Selbständige und Berufsanfänger: als Selbständiger haben sie nämlich nie Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung, auch nicht, wenn Sie freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein sollten. Und als Berufsanfänger im Angestelltenverhältnis zahlen Sie zwar Beiträge zur Rentenversicherung, eine Rente in irgendeiner Form kommt aber erst nach fünf Jahren der Mitgliedschaft und drei Jahren Beitragszahlung in Frage. Wenn Sie also im vierten Berufsjahr berufsunfähig werden, erhalten Sie keinen Cent und werden zum Sozialfall!!!

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten Sie schon für einen relativ geringen monatlichen Betrag. Sie bietet Ihnen:

  • Eine sichere Lebensgrundlage für Sie und Ihre Familie, wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr in Ihrem erlernten Beruf arbeiten können.
  • Normalerweise keinen Zwang, einen beliebigen anderen, „zumutbaren“ Beruf annehmen zu müssen.
  • Zahlung der Rente ab dem ersten Tag des Eintretens des Versicherungsfalls.
  • Volle Leistungen bei Pflegebedürftigkeit im Sinne des Sozialgesetzbuches.



 

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