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Risikolebensversicherung - Die richtige Risikolebensversicherung finden

  Besser billig?

Eine Risikolebensversicherung versichert den Todesfall einer Person mit einer bestimmten Summe. Aber ist der billigste Tarif auch immer der beste?

In vielen Fällen kann man ohne weiteres sagen, dass die billigste Risikolebensversicherung auch die beste ist, denn bei Tod gibt es keinen Unterschied. Allerdings sollten, bevor übereilt Versicherungsverträge unterschrieben werden, auch einige Details beachtet und geprüft werden.

Zunächst ist es immer sinnvoll, sich über seinen Bedarf klar zu werden. Eine Risikolebensversicherung dient in erster Linie der Hinterbliebenenversorgung und wird in dieser Funktion auch von Verbraucherverbänden als Muss für junge Familien angesehen. Außerdem kann sie bei Aufnahme eines Darlehens, etwa beim Hauskauf, oder der Existenzgründung sinnvoll sein, wenn die Versorgungslage einer Familie weitgehend von einer Person abhängt.

Dem entsprechend gibt es mehrere Varianten im Angebot der Versicherungsgesellschaften. So können feste, regelmäßig oder variabel steigende oder entsprechend fallende Versicherungssummen vereinbart werden, was sich natürlich auch immer auf die Beiträge auswirkt. Mehr Flexibilität kostet für gewöhnlich mehr Geld, schafft aber auch die Sicherheit, immer bedarfsgerecht versichert zu sein.

Der monatlichen Beitragsatz der Risikolebensversicherung ist aber durchgängig relativ gering. Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und einer Laufzeit von zwölf Jahren zahlt ein dreißigjähriger Mann zwischen zehn und 25 Euro monatlich. Ein Frau gleichen Alters zwischen sechs und 17 Euro.

Die Höhe der monatlichen Beiträge setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: der Laufzeit des Vertrages, der Höhe der Versicherungssumme und natürlich dem Alter und der Gesundheit der zu versichernden Person. Menschen mit höherem Risikoprofil zahlen entsprechend höhere Beiträge. Aspekte wie Rauchen, Vorerkrankungen, gefährliche Hobbys, bei manchen Versicherungen der Alkoholkonsum oder eventuelles Übergewicht spielen eine große Rolle bei der Beitragsgestaltung. Der Versicherungsnehmer muss im Versicherungsantrag über diese Risiken detailliert Auskunft geben. Vorsicht: Wer hier falsche oder unvollständige Angaben macht, um eventuell günstigere Beiträge zu erhalten, geht ein unverhältnismäßig hohes Risiko ein. Denn wenn sich später herausstellt, dass Angaben unkorrekt oder unvollständig waren, kann auch im Nachhinein der Versicherungsschutz verloren gehen. Die Versicherungsgesellschaft kann auch noch Jahre nach Abschluss des Vertrages auf einer Prüfung bestehen und im Falle arglistiger Täuschung sogar vom Vertrag zurücktreten.

Vor Abschluss einer Risikolebensversicherung lohnt sich auch immer ein Blick in die Details der Beitragsgestaltung. Manche Gesellschaften bieten Ihren Kunden eine Beitragsrückzahlung an, wenn während der Laufzeit kostengünstiger gearbeitet wurde als bei Abschluss einkalkuliert war oder wenn weniger Sterbefälle eingetreten sind als erwartet und damit natürlich auch weniger Geld ausgezahlt wurde als zuvor gedacht.

Die überwiegende Zahl der heute erhältlichen Risikolebensversicherungen sieht vor, solche Überschüsse in Form einer Beitragsreduzierung jährlich auszuschütten. Durch eine solche Gewinnausschüttung kann der Effektivbeitrag (auch „Nettobeitrag“) bei einer solchen Gesellschaft deutlich unter dem vertraglich vereinbarten "Bruttobeitrag“ liegen. Wenn Sie also einen Vertrag abschließen, der die Verrechnung von Überschüssen vorsieht, müssen Sie nur den Effektivbeitrag zahlen. Auf diese Weise kann sich eine Police mit höherem Bruttobeitrag bei einer großen und „erfolgreichen“ Versicherungsgesellschaft am Ende als deutlich vorteilhafter erweisen als eine billige Police bei einem Durchschnittsversicherer. Wenn die Versicherungsgesellschaft später einmal weniger Überschüsse erwirtschaftet, darf sie den Effektivbeitrag zwar auch wieder erhöhen, allerdings nur bis zur Obergrenze des ursprünglich vereinbarten Bruttobeitrages.

Achtung: Einige Versicherer weichen von diesem Modell ab. Es gibt Risikolebensversicherungspolicen, bei denen der Beitrag während der Laufzeit so weit steigen kann, wie dies zur Kostendeckung nötig ist. Hier gibt es keine Obergrenze, und vom Abschluss einer solchen Police ist dringend abzuraten!

Eine Risikolebensversicherung lässt sich darüber hinaus fast immer mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung koppeln. Diese Variante hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber beispielsweise der Kombination von Kapitallebensversicherung und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Die Risikopolice als günstiger Basisschutz wird in der Regel sehr viel seltener gekündigt als die teurere Kapitallebensversicherung. Deshalb geht der finanzielle Schutz gegen Berufsunfähigkeit auch nicht so schnell verloren. Dies ist ein großer Vorteil, denn bei Neuabschluss ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund des nun höheren Eintrittsalters und eventuell inzwischen aufgetretener Erkrankungen oft viel teurer.

Um eine Risikolebensversicherung zu erhalten, die Ihren Bedürfnissen und Ihrer Lebenssituation voll und ganz entspricht, sollten Sie sich auf jeden Fall unabhängig und unverbindlich beraten lassen. Ihr Mister Finance Finanzberater findet garantiert das passende Angebot für Sie.



 

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