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Nebenkosten bei Fonds berücksichtigen

 

Mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung nutzen Sie die Chancen der internationalen Aktienmärkte für Ihre Altersvorsorge. Aber achten Sie bei der Wahl der richtigen Police nicht nur auf die jeweilige Fondsperformance - auch die versteckten Nebenkosten sollte man stets im Auge behalten.

Denn gerade bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung können Gebühren auf mehreren Ebenen anfallen. So werden oft nicht nur für Abschluss und Verwaltung der Lebensversicherung, sondern auch noch für die Verwaltung des entsprechenden Fonds Gebühren berechnet. Diese Gebühren werden aus den Sparbeiträgen gezahlt. die Lebensversicherer ziehen also zunächst einen Teil der Prämien für Abschluss- und Verwaltungskosten ab. Die Höhe der Gebühren kann jede Versicherung selbst festlegen, was dazu führt, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften beträchtlich sein können. Die Stiftung Warentest hat ermittelt, dass bei den Verwaltungskosten eine Spannbreite zwischen 1,6 und 11,75 Prozent und bei den Abschlusskosten zwischen 0,3 und 4,7 Prozent Gang und Gäbe sind. Auf den ersten Blick scheinen Werte wie 1,6 Prozent nicht sonderlich hoch. Da sich die Prozentwerte aber immer auf die Versicherungssumme beziehen, kommt so schon ein hübsches Sümmchen zusammen – bei einer Versicherungssumme von 100.000,- Euro entsprechen 1,6 Prozent immerhin schon 1.600,- Euro! So kann es durchaus sein, dass Ihre Beiträge in den ersten Jahren der Laufzeit lediglich zur Deckung dieser Kosten verwendet werden. Besonders hart wird man in diesen Fällen getroffen, wenn man in dieser Zeit seine Versicherung kündigen will – denn wenn nur die Gebühren, aber keine Sparbeiträge gezahlt wurden, ist auch der so genannte „Rückkaufswert“ der Police im Prinzip gleich null.

Gut zu wissen: Bei Fondspolicen kann man leicht errechnen, wie hoch die Gebühren und Nebenkosten der jeweiligen Versicherungsgesellschaft sind. Denn die Gesellschaften müssen in ihren Unterlagen über die verfügbaren Fonds, mindestens aber auf Nachfrage die so genannte Null-Linie angeben. Die Null-Linie zeigt, welcher Betrag am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird, wenn der entsprechende Investmentfonds 0% Rendite erzielt.

Ein Beispiel: Bei 300,- Euro monatlichem Beitrag, 25 Jahren Laufzeit und 0% Rendite des Investmentfonds zahlt eine Gesellschaft nach eigenen Angaben 71.265,- Euro aus. Diese Auszahlungssumme teilen Sie durch die Anzahl der Zahlungsperioden, dies sind in diesem Fall 25 Jahre mal 12 Monate = 300 Zahlungsperioden. Das Ergebnis lautet 237,55 Euro. Dies ist der Betrag, der durchschnittlich jeden Monat in die Fondsanlage fließt. Da der Beitrag aber 300,- Euro monatlich beträgt, sieht man nun, dass die Versicherungsgesellschaft 300,- Euro minus 237,55 Euro, also 62,45 Euro monatlich für Kosten und Gebühren einbehält.

Hinweis: Die 62,45 Euro sind ein Durchschnittsbetrag, der über die gesamte Anlagedauer gerechnet ist. In Wirklichkeit wird in den ersten Jahren der Versicherung ein sehr viel höherer Betrag abgezogen und später dafür weniger.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Gesellschaft die für Ihr Anlageziel vorteilhaftesten Konditionen hat, sollten Sie sich unbedingt unabhängig und unverbindlich beraten lassen – Ihr Mister Finance Finanzberater kennt alle wichtigen Details.



 

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