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Hundehaftpflichtversicherung

 

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist ein Muss für jeden Hundehalter. Zwar schreibt Ihnen kein Gesetz vor, dass Sie eine solche abzuschließen haben, jedoch setzen Sie sich einem nicht unbeträchtlichen Risiko aus, wenn Sie auf den Versicherungsschutz verzichten. Der letzte Schrei der Hundemode sind derzeit Halsbänder mit der Aufschrift „Der tut nix“. Ob der stolze Halsbandträger jedoch hält, was der Schriftzug verspricht, liegt nicht in Ihrer Hand. Hunde können völlig unberechenbar reagieren, ein Biss ist durch Eingreifen oft nicht mehr rechtzeitig zu verhindern. Ein kleiner Pekinesen-Schoßhund verfügt bereits über die zehnfache Beißkraft eines erwachsenen Mannes. Man möchte sich gar nicht erst vorstellen, was ein Bernhardiner anrichten kann...

Aber auch wenn Ihr Hund wirklich nur bellt und nicht beißt, kann er massiven Schaden verursachen. Malen Sie sich einmal folgende Szene aus: Ihr Chihuahua flitzt Ihnen zwischen den Beinen durch und rennt durch eine offen stehende Tür hinaus auf die Straße. Der Fahrer eines vorbeifahrenden Autos, selbst ein Hundeliebhaber, bremst heftig ab, verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, gerät auf die Gegenfahrbahn und erwischt eine Motorradfahrerin, die tödlich verletzt wird. Haben Sie keine Hundehaftpflichtversicherung, müssen Sie alle entstandenen Schäden aus der eigenen Tasche bezahlen, weil Sie für Ihr Tier vor dem Gesetz haften. Sie müssen nicht nur für die Blechschäden aufkommen, sondern auch dem Ehepartner und den Kindern der verstorbenen Motorradfahrerin eine lebenslange Hinterbliebenenrente zahlen. Wenn Sie nicht gerade Mehrfachmillionär sind, wird Sie dieser Vorfall finanziell ruinieren.

 

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Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Hundehaftpflichtversicherung darauf, dass Sie eine möglichst hohe Deckungssumme versichern können, denn hier liegt der Hund begraben. Die Deckungssumme ist der Geldbetrag, den Sie im Leistungsfall von Ihrer Versicherung erhalten. Als Wirtschaftsunternehmen, die finanziell kalkulieren müssen, wird nämlich kein Versicherer bereit sein, für Schäden in unbegrenzter Höhe zu haften. Holen Sie daher möglichst viel heraus. Mindestens fünf Millionen sollten Sie versichern. Andernfalls ist die Versicherung im Worst Case die Tinte auf der Police nicht wert.

Darüber hinaus sollte eine Hundehaftpflichtversicherung noch ein paar weitere Features besitzen, um „wasserdicht“ zu sein: So sollten beispielsweise Personen, die aus Gefälligkeit Ihren Hund hüten und mit ihm Gassi gehen, mitversichert sein. Wer nur einen Hund, jedoch kein Haus, kein Auto und kein Boot besitzt, sollte dafür sorgen, dass seine Hundehaftpflichtversicherung auch für Mietsachschäden aufkommt.

 

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