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Pferdehaftpflichtversicherung
Wer Pferdeliebhaber mit Leib und Seele ist, braucht eine leistungsstarke Pferdehaftpflichtversicherung. „Ein Pferd ist etwas, das vorne und hinten gefährlich und in der Mitte unbequem ist“, sinnierte schon Winston Churchill. Sein bekannter Ausspruch mag zum Schmunzeln anregen, besitzt jedoch zweifellos einen wahren Kern. Ein Pferd hat Kraft und kann massive Schäden anrichten. Nicht umsonst wurden die Pferdestärken als Maßeinheit eingeführt. Stellen Sie sich folgende Szene vor: Ihr geliebter Vierbeiner bricht aus seiner Koppel aus und unternimmt einen Ausflug auf eine Autobahn. Es kommt zu einem schweren Unfall, bei dem ein Autofahrer ums Leben kommt. Als Besitzer haften Sie in vollem Umfang für die Schäden, die Ihr Schützling anrichtet. Nicht nur für materielle Schäden müssen Sie aufkommen (in unserem Beispiel die Blechschäden an den miteinander kollidierten Fahrzeugen), sondern auch für Personenschäden (die medizinische Behandlung der Verletzten, Rehamaßnahmen etc.). Am schwersten ins Gewicht fallen oft indirekte Folgeschäden, die man oft gar nicht bedenkt – wie beispielsweise die Zahlung einer Hinterbliebenenrente bei Unfällen mit Todesfolge. Selbst wenn Sie finanziell gut gestellt sind, entstehen schnell Summen, die Ihren finanziellen Ruin zur Folge haben können.
Lassen Sie ein solches Ungemach gar nicht erst entstehen, sondern sichern Sie sich rechtzeitig mit einer Pferdehaftpflichtversicherung ab!
Eine Pferdehaftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Ihr Pferd Drittpersonen zufügt. Die Police schützt Sie vor Personen- und Sachschäden und leistet zudem für unechte Vermögensschäden (beispielsweise Gewinnausfälle eines Unfallopfers). Nicht nur Schäden, die unter Ihrer Aufsicht entstehen, sind abgedeckt, sondern auch Kosten, die Ihr Pferd in der Obhut anderer anrichtet, z.B. wenn jemand Ihren Liebling reitet oder ihn betreut, während Sie in Urlaub sind. Eine Ausnahme bilden hier gewerbliche Verhältnisse: Wer ein Pferd gegen Entgelt betreut, ist nicht durch den Vertrag des Besitzers abgesichert, sondern muss sich selbst eine Police zulegen.
Die Pferdehaftpflichtversicherung gewinnt nur dann wirklich Sinn, wenn Sie eine ausreichend hohe Deckungssumme versichern. Darunter versteht man den Maximalbetrag, den eine Versicherung im Leistungsfall zahlt, denn – so schön die Vorstellung auch wäre – eine Absicherung in unbegrenzter Höhe wird Ihnen kein Versicherer gewähren.
Ebenfalls wichtig ist das frühzeitige Abschließen eines Vertrages: Ihr Liebling sollte von der ersten Stunde an, in der Sie ihn besitzen, abgesichert sein. Gerade in der Eingewöhnungsphase unmittelbar nach dem Kauf kann ein Pferd verunsichert sein und unberechenbar reagieren. Wer noch keine Pferdeerfahrung hat, ist zudem auch selbst vor Anfängerfehlern nicht gefeit.