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PKV und BUV: EU-Richtlinie zur Senkung der Maklerprovision

Wenn ein freier Versicherungsmakler eine langfristige Versicherungspolice wie beispielsweise eine private Krankenversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Lebensversicherung vermittelt, winken ihm hohe Provisionen. Besonders dann, wenn er seinen Kunden ein besonders teures Produkt verkauft. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll eine neue EU-Richtlinie ungehemmten Provisionen nun einen Riegel vorschieben.

Im Artikel „Mit 25 Jahren die erste Million“, berichtet der Tagesspiegel ausführlich über das bisherige Vorgehen von freien Versicherungsmaklern, die sich bei ihrer Beratung weniger an den Bedürfnissen ihrer Kunden, sondern vielmehr an der Höhe der für sie zu erwartenden Vermittlerprovision orientiert hätten. Aus diesem Grund hat EU Binnenkommissar Michel Barnier inzwischen eine neue EU-Richtlinie vorgelegt, die Versicherungsmakler dazu zwingen soll, gegenüber ihren Kunden die Höhe ihrer Provision für das von ihnen empfohlene Versicherungsprodukt offen zu legen. Barnier erhofft sich hiervon mehr Transparenz für Verbraucher.

Vor allem langfristige Policen wie BUV, PKV und LV betroffen

Von der neuen EU-Richtlinie sind vor allem sogenannte langfristige Versicherungspolicen, also Policen, die für einen langen Zeitraum abgeschlossen werden, betroffen. Hierzu gehören neben der Lebensversicherung vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Krankenversicherung. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand, da sich die Provisionen für den freien Versicherungsmakler umso höher gestalten, je länger die Laufzeit des Versicherungsvertrages ist und je höher die zu zahlenden Beiträge sind.

Folglich ist auch der Anreiz für den freien Makler groß, dem Kunden nicht das für ihn am besten geeignete, sondern das möglichst teure Produkt zu empfehlen. Hierzu muss man bemerken, dass freie Versicherungsmakler lediglich an der Provision der von ihnen zustande gebrachten Verträge verdienen, weitere Einkünfte haben sie nicht. Andererseits werden von manchen Versicherern an freie Makler horrende Provisionen für die Vermittlung von teuren LV-, BUV- und PKV-Produkten gezahlt. Provisionen in Höhe von bis zu zehn bis zwölf Monatsbeiträgen sind bei besonders teuren Policen keine Seltenheit.

Die Provisionen zahlt meist der Versicherte

Für den Versicherten ist der Schaden oft doppelt hoch, denn für die Maklerprovisionen zahlt er meist mit. Dies ist allerdings bei Policen aus dem Bereich private Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung weniger der Fall, betroffen sind eher Kunden einer Lebensversicherung. Denn von ihren Beiträgen fließt in den ersten Jahren ein großer Teil nicht in ihren Anspartopf, sondern wird für Verwaltungsgebühren und eben auch die Maklerprovision abgezogen. Dies wirkt sich logischerweise auch negativ auf den Rückkaufwert ihrer Vorsorgepolice aus, dieser tendiert in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss gegen null.

Nur ein vorheriger Vergleich schützt Versicherungsnehmer

Wer sich für eine langfristige Police, also eine BU-Versicherung, eine private Krankenversicherung oder eine Lebensversicherung interessiert, sollte vor seinem Beratungsgespräch einen Online-Vergleich der angebotenen Tarife durchführen. Denn wer vor dem Gespräch mit dem Versicherungsmakler weiß, welche Anbieter und Tarife für ihn in Frage kommen, hat einen unschätzbaren Vorteil und lässt sich nicht zu teureren Produkten „überreden“.

MISTER FINANCE bietet allen Verbrauchern darum, neben einer Vielzahl anderer Vergleichsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Versicherungsprodukte, kostenlos den PKV-Vergleichsrechner, den LV-Vergleich und den BU-Vergleichsrechner an. Ein Angebot, dass jeder Verbraucher wahrnehmen sollte.

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