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Private Krankenversicherung späte PKV Beitragsanpassung 2013

In der privaten Krankenversicherung (PKV) stehen bei einigen Gesellschaften verspätete Beitragsanpassungen für Bestandskunden an. Insgesamt fünf PKV Anbieter haben für ihre Versicherten Erhöhungen des Beitrags zur privaten Krankenversicherung in durchschnittlichen Höhen zwischen 4,5 und 25 Prozent angekündigt. Auffällig ist dabei jedoch vor allem das Datum der Anpassung: Es handelt sich, anders als üblich, nicht um den 01.01. des laufenden Jahres, sondern um den 01.04.2013 bzw. gar den 01.05.2013. Versicherte der privaten Krankenversicherung tun dennoch gut daran, einen kühlen Kopf zu bewahren.

2013 drohen höhere PKV Beiträge

PKV Kunden müssen bei höheren Beiträgen 2013 Ruhe bewahren

 

Konkret haben die die privaten Krankenversicherer ARAG, AXA und DKV zum 01. April 2013 und Continentale sowie Hallesche zum 01. Mai 2013 Beitragserhöhungen für ihre Bestandskunden angekündigt. Dies führt natürlich bei den betroffenen Versicherten zu Unzufriedenheit. Auch kommt bei einigen Betroffenen der Verdacht auf, dass die genannten Anbieter die Beitragserhöhungen bewusst so spät terminiert hätten, da ein Wechsel in einen günstigeren PKV Bisex Tarif nun nicht mehr möglich ist. Denn seit dem 21.12.2012 steht nur noch der Wechsel in einen Unisex PKV Tarif offen, der für die meisten Bestandskunden uninteressant ist.

Was tun, wenn die private Krankenversicherung den Beitrag erhöht?

Wenn die private Krankenversicherung den PKV Beitrag erhöht, haben Sie als Versicherter im Prinzip fünf Möglichkeiten:

  1. Sie können die Erhöhung akzeptieren und weiterhin in Ihrem aktuellen PKV Tarif bleiben.
  2. Sie können von Ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen und:
    – In einen der Unisex PKV Tarife wechseln, der aber mit Sicherheit noch höhere Beiträge kostet.
    – Versuchen, in die gesetzliche KV zurückzukehren, dies ist jedoch meist unmöglich.
  3. Sie können Ihren PKV Selbstbehalt erhöhen, dies senkt den Beitrag, erhöht jedoch Ihre Zuzahlung
  4. Sie können auf Leistungen verzichten und hoffen, dass Sie diese in der Zukunft nie benötigen.
  5. Sie können in den Basistarif Ihrer privaten Krankenversicherung wechseln.

Leistungsverzicht und Selbstbehaltserhöhung meist keine Dauerlösung

Der Verzicht auf Leistungen Ihrer privaten Krankenversicherung oder die Erhöhung Ihres Selbstbehaltes stellen in der Regel nur eine vorübergehende Lösung von erhöhten PKV Beiträgen dar. Denn wenn Sie Ihren Selbstbehalt erhöhen, sinken zwar Ihre Beiträge, gleichzeitig müssen Sie mehr für Behandlungen und Medikamente selbst bezahlen. Beim Leistungsverzicht sinken ebenfalls die Beiträge, doch was wäre, wenn Sie in einigen Jahren eine der Leistungen, auf die Sie aus Kostengründen verzichtet haben, dringend benötigen? Zudem stehen in einigen Jahren mit Sicherheit neue Beitragserhöhungen an, spätestens dann müssen Sie sich erneut entscheiden.

Keine übereilte Entscheidung bzgl. der PKV treffen

Wie man sieht, haben Versicherte einer privaten Krankenversicherung viele verschiedene Möglichkeiten, auf eine Beitragserhöhung ihrer PKV zu reagieren. Jedoch sind nicht alle Alternativen in jedem einzelnen Fall zu empfehlen. Bedenken Sie bitte: Jeder Versicherte lebt in unterschiedlichen Umständen und Lebenssituationen. Daher sollten Sie sich nicht „auf gut Glück“ eine der Lösungsmöglichkeiten heraussuchen und weiter verfolgen, sondern in Ruhe die verschiedenen Möglichkeiten bezüglich deren Vor- und Nachteile für Sie und Ihre Lebenswirklichkeit abwägen. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich kann Ihnen hierbei immer helfen.

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