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Private Krankenversicherung: Niedriger Zins hebt PKV Beiträge

In der privaten Krankenversicherung (PKV) müssen Versicherte in vielen Tarifen mit einer Beitragserhöhung um den Jahreswechsel 2013 / 2014 rechnen. Dies betrifft nicht nur Versicherte in einem der neuen Unisex Tarife, auch sogenannte Bestandskunden in den Alttarifen müssen befürchten, dass Ihre PKV Beiträge angehoben werden. Laut einem Prüfungsergebnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) waren im April diesen Jahres 18 Anbieter der privaten Krankenversicherung betroffen. Anlass der Befürchtungen ist ein Effekt aus dem Finanzmarkt, der sich nun auf die Prämien von vielen Privatpatienten nieder schlägt.

Höhere Beiträge zur PKV

PKV Beiträge können zum Jahreswechsel steigen

Sinkender Rechnungszins, steigende PKV Prämien

Grund für die befürchteten Beitragssteigerungen ist der sinkende Rechnungszins, zu welchem der PKV Anbieter die Altersrückstellungen seiner Versicherten anlegen muss. Diese Altersrückstellungen stellen sicher, dass der Beitrag in vielen Tarifen privaten Krankenversicherung der Versicherungsnehmer im Alter ins Unermessliche steigt. Um den sinkenden Rechnungszins auszugleichen, muss also mehr Geld für die Altersrückstellungen aufgebracht werden, als zu Zeiten eines hohen Rechnungszinses. Das hierzu notwendige Geld wird durch eine Erhöhung die Beiträge von Versicherten der betroffenen privaten Krankenversicherung aufgebracht.

Zahl der betroffenen privaten Krankenversicherungen wächst

Nach aktuellem Sachstand sind 18 von 48 Anbietern der privaten Krankenversicherung gezwungen, den Rechnungszins für ihre Altersrückstellungen nach unten zu korrigieren, die Anzahl der betroffenen Versicherer kann jedoch noch deutlich ansteigen. Die BaFin hat zwar die Namen der betroffenen Konzerne nicht genannt, bisher haben aber bereits AXA und Central verlautbart, dass der bisher verwandte Rechnungszins zum Jahreswechsel möglicherweise abgesenkt werden müsse. Eine Sprecherin der Central sprach von „einer geringfügigen Anpassung“.

Wie Betroffene PKV Beiträge sparen können

Die zu erwartenden Beitragssteigerungen sind geeignet, die Haushaltskosten vieler betroffener Versicherter weiter zu belasten. Viele Versicherte spielen nach der Mitteilung ihrer PKV, dass eine Beitragserhöhung nötig sei, mit dem Gedanken, ihre private Krankenversicherung zu wechseln. Dies ist jedoch nur begrenzt empfehlenswert. Denn mit dem Wechsel des Anbieters steht unter anderem auch eine erneute Gesundheitsprüfung an. Diese kann, besonders bei älteren Versicherten, schlechter ausfallen als jene, die sie beim Abschluss ihrer ursprünglichen PKV abgelegt haben. Wesentlich besser ist es in den meisten Fällen, nicht den Anbieter, sondern in einen günstigeren PKV Tarif zu wechseln.

PKV Tarifwechsel leicht gemacht – mit unabhängigem Vergleich

Beim internen Wechsel des PKV Tarifs stehen Versicherte jedoch vor einem Problem: Viele private Krankenversicherer erschweren diesen gerne, indem sie dem Wechselwilligen Informationen zu günstigeren Eigentarifen vorenthalten. Aus diesem Grund müssen sich Versicherte unbedingt selbst informieren, bevor sie einen neuen Tarif in der PKV abschließen können. Hierzu empfiehlt sich ein unabhängiger Versicherungsvergleich. Mit dessen Hilfe kann schnell und kostenlos der passende, günstigere PKV Tarif gefunden und auch abgeschlossen werden. Zum unabhängigen Versicherungsvergleich

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