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Private Altersvorsorge: Vermögenssteuer bedroht Mittelstand

Die private Altersvorsorge vieler mittelständischer Verbraucher ist gefährdet, besonders betroffen sind jene, die eine Immobilie für ihre Altersvorsorge erworben haben. Denn nach den kommenden Bundestagswahlen im Jahr 2013 ist mit einer einmaligen Zwangsabgabe im Rahmen der Vermögenssteuer für sogenannte „Reiche“ zu rechnen. Dieser Vorstoß wird aber nach ersten Einschätzungen von Experten vor allem den Mittelstand, genauer gesagt dessen private Altersvorsorge treffen, wie das Manager Magazin berichtet.

Für Mittelstand wird es teuer

Die geplante Vermögenssteuer trifft vor allem den Mittelstand.

Laut dem Artikel „Reichenabgabe kann Mittelschicht treffen“ im Manager Magazin liegt das Problem der Zwangsabgabe für Reiche vor allem darin begründet, dass die Grenze, ab wann ein Mensch als reich gilt, relativ niedrig angesetzt werden könnte. Denn jeder, der 250.000 – 300.000 Euro sein Eigen nennen kann, gehört in der Bundesrepublik schon zu den reichsten acht Prozent. Die Folgen sind verheerend, denn wer private Altersvorsorge betreibt, kann diese Grenze leicht erreichen, unabhängig davon, ob er diese Summe auf einem Konto angelegt oder in eine andere Vorsorgeform, beispielsweise in Sachwerte, investiert hat.

Private Altersvorsorge: Für Eigenheimbesitzer kann es teuer werden

Betroffen sind voraussichtlich hauptsächlich Angehörige des Mittelstands, die sich eine eigene Immobilie gekauft bzw. eine solche gebaut haben, besonders, wenn diese in einer teureren Wohnumgebung wie einer Großstadt liegt. Es lässt sich beispielsweise leicht nachrechnen, wie vielen dieser privaten Eigenheimbesitzer nun eine hohe steuerliche Zusatzbelastung droht. Von einer Einmalzahlung in Höhe von bis zu 10 Prozent auf das Gesamtvermögen ist in offiziellen Kreisen bereits die Rede. So wird das eigene Haus zu einer zusätzlichen Belastung, statt wie ursprünglich angedacht der eigenen Altersvorsorge zu dienen.

Vermögenssteuer: Warum so niedrige Freibeträge?

Wie kann es sein, dass die sogenannte „Reichenabgabe“ gerade den Mittelstand und dessen Altersvorsorge so hart trifft? Die Antwort ist in dem komplexen Verwaltungsapparat zu suchen, der notwendig ist, um eine Abgabe zu erheben und zu verwalten. Würde die Grenze, ab wann man als reich gilt, bei zwei Millionen angesetzt, so wären nur noch knapp ein Prozent der Bundesbürger zahlungspflichtig, der zu erwartende Betrag würde also den Aufwand nicht rechtfertigen. Darum werden viele Verbraucher gezwungen, z. B. eine Hypothek auf ihr Eigenheim aufzunehmen, um eine Abgabe zu leisten, die ursprünglich einmal für die Reichsten der Republik gedacht war.

Vertrauen in private Altersvorsorge durch Vermögenssteuer bedroht

Kein Wunder also, dass das Vertrauen der Deutschen in die private Altersvorsorge durch die zu erwartende Vermögenssteuer massiv bedroht ist. Auch der aktuelle Trend zur Investition in Sachwerte und das Eigenheim wird wohl stark zurückgehen. Vor diesem Hintergrund wird ein umfassender und vor allen Dingen unabhängiger Vorsorge- und Versicherungsvergleich immer wichtiger. Denn wer sein Geld in eine Riesterrente oder eine Rüruprente investiert, hat auf Grund der hohen Schutzauflagen, die diese staatlich geförderten Formen der Altersvorsorge umgeben, eine Chance, nicht von der neuen Zwangsabgabe betroffen zu werden.

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