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Betriebliche Altersvorsorge: Chance oder Risiko?

Different aged couple using a tablet pc outside

Absichern für das Alter ist sehr wichtig. Aber ist die Betriebliche Altersvorsorge die richtige Entscheidung?

Der Gedanke, sich privat für das Alter abzusichern, ist genau richtig. Dabei gilt die betriebliche Altersvorsorge als das Mittel, doch bedenken viele Arbeitnehmer die Risikos dieser Variante nicht und stehen später oftmals sogar vor einem Minusgeschäft. Bei der betrieblichen Altersvorsorge spielen mehrere Faktoren eine Rolle, über die sich ein Arbeitnehmer im Klaren sein sollte. Damit sich diese Form der Altersvorsorge nicht zum Minusgeschäft entwickelt, sollten diese beiden Hauptprobleme beachtet werden: die nachgelagerte Versteuerung und die sogenannte Entgeltumwandlung.

 

Zwangsläufig reduzierter Ertrag

Zunächst erscheint die Entgeltumwandlung sogar sehr positiv, denn während der Einzahlungsphase bleibt dem Arbeitnehmer mehr vom Nettogehalt übrig, da die Beiträge der betrieblichen Altersvorsorge vom Bruttogehalt gezahlt werden. Somit verringern sich die Sozialversicherungsbeiträge durch den geringeren Bruttolohn, weshalb man zunächst spart. Erklären wir dies an einem Beispiel: Bei einem Arbeitnehmer fallen ca. 500€ Sozialabgaben an, bei einem Bruttolohn von 2.500€. Angenommen dieser Arbeitnehmer zahlt jeden Monat 200€ in die Betriebsrente ein, verringern sich die Abgaben um mehr als 40€ – also zahlt er nur noch knapp 460€ für Arbeitslosenversicherung, Pflege-, Rente- und Krankenversicherung. Genau hier verbirgt sich der große Nachteil. Durch den geringeren Beitrag in die gesetzliche Rentenkasse, den der Arbeitnehmer nun zahlt, erhält dieser bei Rentenantritt auch weniger Rente ausgezahlt. Dies muss die Betriebsrente erst einmal auffangen können.

Nachteile verstärkt durch Einmalauszahlung

Entscheiden Sie sich dann später noch für eine Einmalauszahlung anstatt einer Rentenzahlung, so schreibt die SZ, verstärken sich die Nachteile der BAV. Dies liegt an den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, die bei der Kapitalauszahlung in vollem Umfang fällig werden, sofern Sie sich in der gesetzlichen Krankenversicherung befinden. 120 Monate, also ein Zeitraum von 10 Jahren, werden die Beiträge anteilig vom Renteneinkommen abgezogen. Nach einem Beispiel der SZ bedeutet dies bei einer Einmalauszahlung rund 36€ pro Monat, also 24.374€ für die nächsten 10 Jahre muss an Pflege- und Krankenversicherung aufgebracht werden.

Betriebliche Altersvorsorge – lohnt sich das?

Die genannten Nachteile wie nachgelagerte Besteuerung, zusätzliche Sozialversicherungsbeiträge und geringere gesetzliche Rente lassen die Frage aufkommen, ob sich die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitnehmer noch lohnt. Die Frage sollten sich besonders die Arbeitnehmer stellen, wo der Arbeitgeber zur BAV nichts dazu gibt. Es macht daher durchaus Sinn diese Nachteile abzuwiegen und sich über Alternativen, wie z.B. eine Riester Rente zu informieren. Nutzen Sie unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleich und informieren Sie sich über die besten Möglichkeiten in Ihrer Situation um für das Alter vorzusorgen. Vermeiden Sie den schlimmsten Fall wo Sie mehr in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen als Sie am Ende der Laufzeit ausgezahlt bekommen. Lassen Sie daher ein individuelles Angebot von einem Experten erstellen – kostenlos und unverbindlich.

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