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Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte: Test und Vergleich

Beamte brauchen eine gute BU Versicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) Beamte ist für Staatsdiener ebenso essentiell wichtig wie für andere Berufsgruppen auch. Noch immer glauben zu viele Beamte, dass sie keine BU Versicherung benötigen, da sie, falls sie berufsunfähig werden sollten, weiterhin ihr gewohntes Einkommen von ihrem jeweiligen Dienstherrn beziehen würden. Doch weit gefehlt, denn die finanzielle Versorgung von dienstunfähigen Beamten lässt sich ganz und gar nicht mit ihrer vorherigen Besoldung vergleichen. Aus diesem Grund sollten Beamte eine Berufsunfähigkeitsversicherung privat abschließen, um im Ernstfall die finanziellen Folgen einer BU gut abfedern zu können.


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Dienstunfähigkeit vs. Berufsunfähigkeit

Anders als Arbeitnehmer und Angestellte werden Beamte nicht im wörtlichen Sinne berufs-, sondern dienstunfähig. Dienstunfähigkeit bedeutet, dass der betroffene Beamte nicht mehr in der Lage ist, die Anforderungen seiner bisherigen Dienststellung weiterhin zu erfüllen. Nicht jedoch, dass er in einer anderen Dienststellung, etwa für Verwaltungsaufgaben, nicht noch verwendbar wäre. Ebenso verhält es sich mit der Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte und Arbeitnehmer, denn hier geht es darum, ob der Betroffene seinen ursprünglichen Beruf noch ausüben kann oder nicht. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte zielt also darauf ab, ob der Beamte noch seinen vorherigen Dienst, etwa im Polizeivollzugsdienst, verrichten kann. Ist er hierzu nicht mehr in der Lage, tritt der BU Versicherungsfall ein, auch wenn der Beamte, wie oben beschrieben, noch Verwaltungstätigkeiten ausüben könnte.

Ohne private BU: Stolperstein anderweitige Verwendbarkeit

Ein großer Stolperstein für Beamte, welche dienstunfähig sind und keine private Berufsunfähigkeitsversicherung haben, ist in jedem Fall die sogenannte anderweitige Verwendbarkeit. Wie bereits beschrieben kann ein Beamter, der in seiner bisherigen Dienststellung dienstunfähig ist, in einer anderen noch durchaus verwendbar sein. So kann der Dienstherr des Betroffenen darauf bestehen, dass er in einer anderen Dienststellung seine Arbeit für den Staat fortsetzt, auch wenn seine neuen Aufgaben andere sind als seine vorherigen und er durch seine neue Verwendung finanzielle Einbußen in Kauf nehmen muss.

Staatliche Versorgung dienstunfähiger Beamter

Selbstverständlich gibt es eine staatliche Versorgung für dienst- oder berufsunfähige Beamte, die nicht mehr anderweitig verwendet werden können. Staatsdiener, die seit mindestens fünf Jahren ihren Beamtenstatus haben, erhalten die sogenannte amtsunabhängige Mindestversorgung. Diese ist auch tatsächlich deutlich höher als beispielsweise die gesetzliche Erwerbsminderungsrente für „normale“ Arbeitnehmer, was einer der Auslöser für den Irrglauben, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sei für Beamte nicht sinnvoll, sein dürfte.

Amtsunabhängige Mindestversorgung kein Vergleich zur BU Rente

Doch die Worte „deutlich höher“ relativieren sich rasch, wenn man bedenkt, dass das Niveau der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente für berufsunfähige Arbeitnehmer gerade einmal 15% beziehungsweise, im Falle vollständiger Arbeitsunfähigkeit, 30% von deren üblichem Bruttoberufseinkommen entspricht. Gemessen an der üblichen Rente einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung steht die amtsunabhängige Mindestversorgung also relativ schlecht da: Sie beginnt mit einer Höhe von rund 1.200 Euro und steigert sich mit wachsender Anzahl der Dienstjahre nur sehr bescheiden. Folglich reicht auch die amtsunabhängige Mindestversorgung für dienstunfähige Beamte in den meisten Fällen noch lange nicht, um ihren erarbeiteten Lebensstandard zu erhalten.

Beamtenanwärter und junge Beamte sind auf BU Versicherung angewiesen

Insbesondere Beamtenanwärter und junge Beamte sind auf eine private Berufsunfähigkeitsversicherung geradezu angewiesen. Denn, wie oben beschrieben, muss ein Beamter seit mindestens fünf Jahren seinen Beamtenstatus innehaben, um überhaupt Anspruch auf die amtsunabhängige Mindestversorgung zu erlangen. Beamtenanwärter, die sich noch in der Ausbildung befinden und Beamte, die erst seit kurzem verbeamtet sind, haben keinerlei Anspruch auf Leistungen ihres Dienstherrn bei Berufsunfähigkeit. Werden sie berufsunfähig und haben keine private BU Versicherung abgeschlossen, verlieren sie nicht nur ihre Stelle und ihren Besoldungsanspruch, sondern haben auch keinerlei finanziellen Ausgleich für das nun fehlende Einkommen.

Das leistet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Die Leistungen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte bestehen in der Auszahlung der vertraglich vereinbarten Rente bei Berufsunfähigkeit. Wird ein Beamter dienstunfähig und ist nicht mehr in der Lage, seine bisherige Dienststellung zu mehr als 50% auszuüben, erhält er die vereinbarte BU Rentenzahlung. Die Auszahlung der BU Rente ist auch unabhängig davon, ob der Dienstherr des betroffenen Beamten dessen anderweitige Verwendung bestimmt oder nicht. Die Höhe der Rente seiner privaten Berufsunfähigkeitsversicherung kann der Beamte vor Vertragsabschluss mit seinem BU Versicherer frei aushandeln.

Das kostet eine BU Versicherung für Beamte

Die Kosten für eine BU Versicherung Beamte belaufen sich auf die monatlichen BU Beiträge, welche der Versicherte an seinen Versicherungsanbieter zahlen muss. Für Beamte ist die Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich günstiger als für viele andere Berufsgruppen, denn das Risiko von Beamten, berufsunfähig zu werden, ist statistisch gesehen relativ gering. Für die BU Versicherung bedeutet dies, dass sie ein niedriges Zahlungsrisiko eingehen muss, was sich senkend auf die BU Beiträge des versicherten Staatsdieners auswirkt. Gerade Beamtenanwärter und junge Beamte werden feststellen, dass sich ihre Beiträge zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich niedriger gestalten als jene von gleichaltrigen Arbeitnehmern.

Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte: Beste BU durch mit unabhängigem Vergleich

Wie man sieht, ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte sinnvoll und günstig. Nun gilt es, die für den jeweiligen Beamten beste BU Versicherung zu finden. Denn bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es betreffend ihrer Konditionen auf die Individualität jedes einzelnen Versicherten an. Hierzu gehören im Falle von Beamten nicht nur die gewünschte Höhe ihrer BU Rente, sondern beispielsweise auch ihr Alter und ihr Gesundheitszustand. Hier für den eigenen Einzelfall den Überblick zu behalten ist für den Laien, der sich einer wahren Flut unterschiedlichster Anbieter und Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung gegenüber sieht, alles andere als einfach. Ein unabhängiger Versicherungsvergleich bringt jedoch Licht in den Dschungel der BU Angebote und findet für jeden Beamten die beste Berufsunfähigkeitsversicherung.