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Beitragsbemessungsgrenze zur GKV Test und Vergleich

Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, wieviel Sie zu zahlen haben

Die Beitragsbemessungsgrenze spielt im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung eine große Rolle, denn sie legt die maximale Höhe der Beiträge, die Sie als gesetzlich Krankenversicherter zu zahlen haben, fest. Da bei den gesetzlichen Krankenkassen die Beitragsbestimmung nach dem Solidarprinzip erfolgt, werden Ihre Beiträge zur GKV in Abhängigkeit von Ihrem Bruttolohn berechnet. Für den Teil des Bruttoverdienstes, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, müssen Sie keine Beiträge zahlen. Mit Erreichen der Beitrags-bemessungsgrenze werden Ihre Prämien gedeckelt und bleiben folglich konstant.

Besonders Gutverdiener können eindeutig von der Deckelung der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung durch die Beitragsbemessungsgrenze profitieren. Versicherte aus den unteren oder mittleren Einkommensgruppen werden jedoch in den meisten Fällen den beitragsfreien Einkommensbereich gar nicht erst erreichen.

Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung wird häufig mit der Versicherungspflichtgrenze oder auch Jahresarbeitsentgeltgrenze verwechselt. Die Versicherungspflichtgrenze legt fest, ab wann ein Arbeitnehmer nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versicherungspflichtig ist. Liegt Ihr jährlicher Bruttoverdienst über der Versicherungspflichtgrenze, sind Sie versicherungsfrei, d.h. Sie können eigenständig darüber entscheiden, ob Sie weiter durch eine sogenannte freiwillige GKV-Mitgliedschaft gesetzlich versichert bleiben  oder Privatpatient werden möchte. Demgegenüber markiert die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung eine Maximalgrenze, oberhalb derer Sie als Versicherter beitragsfrei bleiben.

Höhe der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung ist keine unveränderliche Größe, sondern wird zum 01. Januar jeden Jahres von der Bundesregierung neu an die aktuelle Einkommenssituation der versicherten Bundesbürger angepasst. Im Jahr 2012 liegt die Beitragsbemessungsgrenze zur GKV bei jährlich 45.900 Euro, also 3825 Euro pro Monat.

Der momentan gültige Beitragssatz zur GKV entspricht 15,5 Prozent, wobei davon 8,2 Prozent vom Arbeitnehmer aufgewendet werden müssen, die übrigen 7,3 Prozent entfallen auf den Arbeitgeber. Folglich müssen Sie, wenn Sie Arbeitnehmer sind, höchstens 313,65 Euro für Ihre gesetzliche Krankenversicherung aufwenden.

Beitragsbemessungsgrenze in der PKV

Eine Beitragsbemessungsgrenze existiert in der privaten Krankenversicherung nicht. Denn in der PKV werden die Prämien nach einkommensunabhängigen Faktoren wie zum Beispiel Ihrem Alter, Gesundheitszustand, Geschlecht etc. berechnet. Als gesunder Vielverdiener können Sie sich deshalb mit der privaten Krankenversicherung oftmals mehr Leistung zu niedrigeren Beiträgen sichern – trotz Beitragsbemessungsgrenze der GKV. Als Versicherter in der PKV haben Sie also durch die Höhe ihres Verdienstes keinen Nachteil, während Sie als Versicherter in der GKV, auch wenn für Sie die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung relevant ist,  soviel verdienen, dass die GKV den gesetzlich verankerten Höchstbetrag von Ihnen verlangen kann. Im direkten Vergleich GKV und PKV schneidet die PKV also wesentlich besser ab.

Krankenversicherung trotz Beitragsbemessungsgrenze immer vergleichen

Ein Vergleich der einzelnen Krankenversicherungen, ob gesetzlich oder privat, lohnt sich für Sie trotz der Beitragsbemessungsgrenze enorm. Denn wenn Sie die Kosten, die Ihr Beitrag zur GKV mit sich bringt, senken wollen, kommen Sie um einen umfassenden Vergleich von Anbietern und Tarifen nicht herum. Nutzen Sie für Ihren Vergleich am besten unseren Krankenversicherungs Vergleich. Denn er nimmt Ihnen nicht nur die Vergleichsarbeit ab, sondern er errechnet auch die für Sie zu erwartenden Beiträge und vergleicht diese mit der aktuell gültigen Beitragsbemessungsgrenze.