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Die Welt: Viele BU-Versicherungen sichern Burnout nicht ab

Viele Berufsunfähigkeitsversicherungen sichern das Risiko des Burnout Syndroms nicht ab, dies berichtet die Welt im Artikel „Ein Burn-out ist nicht mitversichert“. So würden zwar inzwischen die meisten BU-Versicherungen Depressionen als hinreichenden Grund für eine Berufsunfähigkeit anerkennen und an den betroffenen Versicherten leisten, bei Burnout stelle sich die Situation jedoch ganz anders da.


Die Vertragswerke vieler BU-Versicherungen sehen nämlich entweder das Burnout Syndrom gar nicht erst als versicherbaren Fall vor, oder der Nachweis, dass der Berufstätige tatsächlich durch Burnout nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, gelingt nicht. Gleichzeitig steigt die Zahl der von Burnout betroffenen Berufstätigen von Jahr zu Jahr besorgniserregend an. Manche Psychologen sehen das Burnout Syndrom inzwischen als eine Vorstufe einer Depression an. Depressionen hingegen erkennen jedoch fast alle BU-Versicherer als hinreichende Begründung für eine Berufsunfähigkeit an, für Betroffene eine paradoxe Situation.

Seelische Leiden in den letzten Jahren immer öfter Auslöser für Berufsunfähigkeit

In den letzten Jahren sind die Fälle, in denen eine seelische Erkrankung zu Berufsunfähigkeit führten, immer mehr auf dem Vormarsch. Nach Erkenntnissen der gesetzlichen Rentenversicherung müssen 39,9 Prozent der Berufsunfähigen auf Grund seelischer Erkrankungen vorzeitig in den Ruhestand treten, im Jahr 2010 wurden laut dem Statistischen Bundesamt rund 1,3 Millionen Bürger wegen Erkrankungen ihrer Psyche in Krankenhäusern vollstationär behandelt.  Insgesamt leiden in Deutschland rund vier Millionen Berufstätige an psychischen Erkrankungen, Tendenz steigend.

Burnout Syndrom ist heilbar

Der einzige Trost, der den vom Burnout Syndrom betroffenen Berufstätigen bleibt, ist die Tatsache, dass Burnout behandel- und somit heilbar ist. Somit wird, natürlich vorausgesetzt, dass die richtige Behandlung erfolgt, die Erkrankung nicht zu einem Dauerzustand, der den Betroffenen für immer berufsunfähig macht. Dennoch wird sich die Therapie über einen längeren Zeitraum hinziehen, in dem der Erkrankte seinem Beruf nicht nachgehen kann und daher nicht über sein gewohntes Einkommen verfügt. Ein Zeitraum, in dem er Gefahr läuft, von staatlichen BU-Hilfen abhängig zu werden.

Dread Disease Policen bei Burnout kein Ersatz für Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch eine Dread Disease Police ist für Betroffene des Burnout Syndroms keine Alternative zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn die Dread Disease Versicherung (übersetzt etwa: „schwere Krankenheiten Versicherung“) kennt den Versicherungsfall seelischer Erkrankungen nicht. Sie zahlt nur, wenn der Versicherte an einer der im Vertrag des Dread Disease Tarifs genau aufgelisteten Krankheiten leidet. Berufstätige, die sich gegen die Gefahr, am Burnout Syndrom zu erkranken, wirksam absichern möchten, kann daher nur geraten werden, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die Burnout als versicherbaren Fall anerkennt.

Berufsunfähigkeitsversicherungen vergleichen

Um eine BU-Versicherung zu finden, die Berufstätige gegen die Gefahr, durch das Burnout Syndrom ihr Berufseinkommen zu verlieren, absichert, ist ein genauer BUV Vergleich zwingend erforderlich. Denn in diesem Fall geht es nicht allein darum, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, die ein Maximum an Leistungen zu einem günstigen Beitrag bietet, sondern auch um die Inhalte des Vertrags des BUV Tarif. Mit einem BUV-Vergleichsrechner kan man sich hier viel Mühe und Zeit sparen.

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