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Girokonto: Verbraucherschutzministerium kritisiert hohe Dispozinsen

Wer sein Girokonto überzieht, muss für den ihm eingeräumten Dispositionskredit (Dispo) oft zu hohe Zinsen zahlen. Dies belegt eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BELV), allgemein auch Verbraucherschutzministerium genannt. Bundesministerin Ilse Aigner fordert von den betroffenen Banken und Sparkassen „Faire Konditionen und volle Transparenz“.

Für die Studie zum Dispokredit von Girokonten hatte das Ministerium eine Umfrage des renommierten forsa Instituts in Auftrag gegeben. Dieses hatte im Rahmen des Projekts “ Meinungen und Einstellungen zum Dispo Zins“ 1001 Personen bezüglich ihres Girokonto, die Bedingungen und Zinsen ihres Dispo Kredits sowie ihr Verhalten bezüglich der Inanspruchnahme ihres Girokonto Dispositionskredites befragt. Weitere wichtige Punkte waren die Fragen, ob sich die befragten Verbraucher bezüglich der Konditionen ihres Dispokredits von ihrer Bank informiert fühlten und ob sie die Höhe ihres Dispositionskredits als angemessen empfänden.

Ergebnisse der Girokonto Dispo Kredit Studie: Verbraucher sind unzufrieden

Die Ergebnisse der Studie des Bundesverbraucherschutzministeriums zum Dispo Kredit von Girokonten zeigen deutlich: Die Verbraucher sind weder mit der Zinshöhe ihres Dispo Kredits noch mit der Informationspolitik ihrer Banken bezüglich der angebotenen Karten und Konten, vor allem den Girokonto Dispo Zinsen zufrieden. Über 20 Prozent gaben an, ihr Girokonto im Laufe diesen Jahres bereits mindestens einmal überzogen zu haben. Über 80 Prozent der Deutschen sind mit dem Zinssatz des Dispo Kredits ihres Girokontos unzufrieden, dieser liegt deutschlandweit zwischen 6 und 14,75 Prozent, elf bis zwölf Prozent sind der Durchschnitt.

Die Befragten waren vor allen Dingen mit der Informationspolitik ihrer Banken bezüglich der Konditionen ihres Girokonto Dispos nicht einverstanden. Viele vermissen eine Rechtfertigung von Banken und Sparkassen dazu, wie die Zinshöhe ihres Dispo Kredits überhaupt zustande kommt bzw. zu rechtfertigen ist. Außerdem fehle es an detaillierten Informationen bezüglich der Rahmenbedingungen, also beispielsweise, ab welchem Zeitpunkt der Dispo zu Stande komme, für welchen Zeitraum das Girokonto mit Dispo Zinsen belastet werde et cetera.

Studie zum Girokonto Dispo Kredit: Wie reagiert das Verbraucherschutzministerium?

Eine erste Stellungnahme aus dem Bundesministerium für Verbraucherschutz zur Girokonto Dispo Kredit Studie liegt bereits vor. Auch seitens des Ministeriums wurde zunächst die Höhe der Zinssätze kritisiert, die für die Überziehung des Girokontos anfallen. Es sei unverständlich, dass in Zeiten, in denen sich Banken und Sparkassen zu besonders günstigen Konditionen Geld von den Zentralbanken leihen könnten, diese Vorteile nicht in Form von niedrigeren Dispo Zinsen an die Verbraucher weitergegeben würden. Auch die mangelnde Transparenz der Banken bezüglich der Bedingungen von Dispo Krediten für Girokonto Inhaber stießen auf Kritik.

Girokonto Dispo Kredit: Verbraucherschutzministerium rät zum Girokonto Vergleich

Als direkte Folge aus der Studie zum Girokonto Dispo Kredit rät das Verbraucherschutzministerium Verbrauchern, sich vor dem Einrichten eines Girokontos genau über dessen Konditionen bezüglich des Dispo Kredits zu informieren und einen Girokonto Vergleich durchzuführen. Diesen Vergleich können Verbraucher heutzutage leicht von Zuhause aus durchführen, beispielsweise online mit einem Girokonto Vergleichsrechner. Auch alle relevanten Informationen zum Girokonto, dem Dispo Kredit und jeder anderen Art von Krediten, Geldanlagen und Versicherungen bietet MISTER FINANCE Verbrauchern völlig kostenlos und unverbindlich.

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