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F.A.Z.-Studie: Wenig BU-Schutz trotz hohem Risikobewusstsein

Nur wenige Berufstätige haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, obwohl sich die meisten des Risikos, in Zukunft schwer zu erkranken und hierdurch berufsunfähig zu werden, sehr wohl bewusst sind. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die Studie „Berufsunfähigkeit 2012 – das unterschätzte Risiko“ des renommierten F.A.Z.-Instituts in Zusammenarbeit mit der Gothaer Versicherungsbank.

Für die Studie wurde eine repräsentative forsa-Umfrage unter 1002 Berufstätigen zu Grunde gelegt, die Befragten stammten aus den verschiedensten Berufsgruppen und waren zwischen 16 und 60 Jahren alt. Ganze 67 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass ihr zukünftiges Berufsunfähigkeits Risiko äußerst hoch ist, als Hauptgrund wurde die Gefahr schwerer Erkrankungen angegeben. Dennoch haben nur sechs von zehn dieser risikobewussten Berufstätigen inzwischen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, und nur acht Prozent aus dieser Gruppe der Befragten gibt an, bis zum Jahr 2015 eine BU-Versicherung abschließen zu wollen.

Gesetzliche Hilfen bei Berufsunfähigkeit gering

Das Ergebnis der Studie ist auch insofern erschreckend, wenn man die Tatsache bedenkt, dass die meisten Befragten durchaus wissen, wie wenig staatliche BU-Hilfen einem Berufsunfähigen ohne privaten BU-Schutz zur Verfügung gestellt werden. Wer vor dem 01.01.1961 geboren wurde, hat noch Anspruch auf die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente, hier ist allerdings in den letzten Jahren immer mehr gekürzt worden. Für alle nach dem 01.01.1961 Geborenen steht lediglich noch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zur Verfügung, im Höchstfall beträgt diese gerade einmal 30 Prozent des letzten Bruttomonatseinkommens.

Gründe für den Nicht-Abschluss der BU-Versicherung

Wie kommt es nun, dass die meisten Befragten trotz ihres Wissens um das BU-Risiko und die niedrigen staatlichen Hilfen noch immer nicht reagiert und eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben? Auch hier ist das Ergebnis der Studie mehr als trostlos: Ein Großteil der Befragten ohne privaten BU-Schutz interessiert sich einfach nicht für das Thema Berufsunfähigkeit, dies trifft vor allem auf junge Berufstätige im Alter von unter 30 Jahren zu. Die meisten anderen sehen für sich, trotz erhöhtem Risikobewusstsein und dem inzwischen großen Angebot günstiger BU-Tarife, dennoch keinerlei Handlungsbedarf.

Nur eine private BU-Versicherung schützt im Ernstfall

Die Experten des F.A.Z.-Instituts und der Gothaer Versicherungsbank sind sich einig: Nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor den schweren finanziellen Einschränkungen durch die Berufsunfähigkeit. Hierbei kommt es jedoch in erster Linie darauf an, dass die vereinbarte BU-Rente nicht zu niedrig angesetzt wird. Auch für den Laien ist es heutzutage kein Problem mehr, mit Hilfe eines BU-Vergleichsrechners die einzelnen BU-Tarife einander gegenüber zu stellen und so den passenden Tarif zu finden. Die richtige BU-Rentenhöhe kann ebenfalls mit dem BU-Rechner leicht ermittelt werden.

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