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Riester Rente Vorsorge und mehr Geld im Monat für Aufstocker

Mit Hilfe der Riester Rente können alle, deren monatliches Einkommen aus Erwerbstätigkeit unter dem Existenzminimum liegt und darum durch staatliche Leistungen aufgestockt wird, nicht nur staatlich geförderte Altersvorsorge betreiben, sondern auch ihr monatliches Budget erhöhen. Möglich macht dies das Sozialgesetzbuch. Ein wahrer Segen für alle, die trotz ihrer Arbeit wenig Geld haben.

Wer durch seine Arbeit monatlich einen Betrag verdient, der unter dem Existenzminimum liegt, also aktuell einen Betrag von unter 750 Euro, hat das Recht auf staatliche Zulagen. Wird dieses Recht in Anspruch genommen, spricht man von Aufstockern. Gemäß dem Sozialgesetzbuch haben alle Aufstocker Anspruch auf die private Bildung von Rücklagen für ihr Alter. Aufstocker, die mit Hilfe der Riester Rente vorsorgen, haben hiervon, neben der staatlichen Förderung für alle Riester Produkte, noch einen weiteren Vorteil: Sie können ihr monatliches Budget ganz legal um fast 100 Euro pro Monat erhöhen.

Wie funktioniert das Aufstocken des Einkommens?

Ein Aufstocker, der 500 Euro pro Monat verdient, erhält staatliche Hilfe bis zum Erreichen des Existenzminimums, also 250 Euro. So hat er monatlich 750 Euro zur Verfügung. Gemäß § 11 des zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB 2) können jedoch Beiträge zur staatlich geförderten, privaten Altersvorsorge, also der Riester Rente, vom Einkommen abgesetzt werden. § 11 Absatz 2 Satz 4 nennt für Aufstocker eine konkrete Summe, nämlich einen Pauschalbetrag in Höhe von 100 Euro. Ein Angebot zur Riester Rente liegt jedoch in Wahrheit schon bei einem Mindestbeitrag von 7,16 Euro monatlich.

Mit der Riester Rente als Aufstocker ganz legal mehr Geld im Monat

Schließt der Aufstocker also eine Riester Rente zum Mindestbeitrag von 7,16  Euro ab, so kann er trotzdem jeden Monat Aufwendungen von 100 Euro für seine Altersvorsorge geltend machen, auch wenn er tatsächlich einen wesentlich niedrigeren Beitrag für seine Riester Rente aufwenden muss. Das Einkommen unseres Aufstockers wird also, nach Abschluss des Riester Vertrages, vom Versorgungsträger nicht mehr mit 500 Euro, sondern nur noch mit 400 Euro angesetzt, folglich erhält er statt 250 Euro nun 350 Euro vom Jobcenter. Abzüglich des Beitrages zur Riester Rente hat er also von nun an 92, 84 Euro mehr pro Monat zur Verfügung.

Was macht die Riester Rente so besonders?

Die Riester Rente ist für schon sich allein genommen eine großartige Möglichkeit, eine zusätzliche Altersrente zu verhältnismäßig niedrigen monatlichen Beiträgen auf zu bauen. Ihre größte Stärke ist nämlich die staatliche Förderung, auf die jeder Riester Sparer Anspruch hat. Im Fall der Riester Rente besteht die staatliche Förderung aus sogenannten staatlichen Zulagen zur privaten Altersvorsorge, das heißt, der Riester Sparer zahlt monatlich seine Beiträge zur Riester Rente ein und der deutsche Staat legt Jahr für Jahr gesetzlich festgelegte Beträge dazu. Dies bedeutet im Klartext, dass der Staat für den zukünftigen Riester Rentner mit spart.

Die Riester Rente, eine echte Chance für Aufstocker

Die Riester Rente ist also eine echte Chance für Aufstocker, denn neben den bereits genannten Vorteilen ist die Riester Rente auch Hartz IV sicher und darf im Falle von privater Insolvenz nicht gepfändet werden. Dennoch sollten auch Aufstocker nicht blind irgendeinen Vertrag zur Riester Rente abschließen, sondern zuvor einen genauen, neutralen Versicherungsvergleich durchführen. Denn bei der Riester Rente handelt es sich um eine Absicherung, auf die im Alter Verlass sein muss. Entsprechend gewissenhaft sollte sie auch ausgewählt werden.

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