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Riester Rente: Viele Deutsche verstehen Riester Rente nicht

Die Riester Rente wird von vielen Deutschen nicht oder zumindest nicht in ihrem vollen Umfang verstanden. Eine Studie im Auftrag der Hannoverschen, durchgeführt vom renommierten IMWF Institut ergab, dass auch zehn Jahre nach ihrer Einführung die Riester Rente, also die staatlich mit Zuzahlungen geförderte Form der privaten Altersvorsorge, in weiten Teilen der Bevölkerung noch nicht richtig angenommen werde. Dies ist vor allem in Hinblick darauf, dass viele Deutsche eigentlich verstärkt für ihr Alter privat vorsorgen müssten, bedauerlich. Denn mit der Riester Rente steht ein ideales Werkzeug zur Verfügung.   

Riester Rente wird falsch genutzt

Viele Deutsche nutzen Riester Rente nicht richtig

 

Für die Studie der Hannoverschen zur Riester Rente wurden vom IMWF Institut 1052 Personen befragt und ihre Angaben bezüglich ihres Wissenstandes zum Thema Riester Rente ausgewertet. Hierbei ergab sich, dass, würden die Ergebnisse der repräsentativen Befragung auf die Gesamtheit der deutschen Bundesbürger umgelegt, 81 Prozent der Deutschen nicht wissen, wie genau die Riester Rente eigentlich funktioniert und welche Dinge bei dieser Form der privaten Altersvorsorge zu beachten sind. So wussten zum Beispiel viele der Befragten nicht, dass sie für jedes ihrer Kinder einen staatlichen Zuschuss zu ihrer Riester Rente erhalten.

Zulagenanträge zur Riester Rente falsch gestellt

Viele Deutsche sind sich laut der Studie nicht bewusst, wie der Zulagenantrag zur Riester Rente, der dafür sorgt, dass sie die staatlichen Zuzahlungen auf ihr angespartes Riester Kapital auch erhalten, richtig zu stellen ist. Nur jeder fünfte Deutsche weiß, dass dieser Zulagenantrag nur einmal zu Laufzeitbeginn der Riester Rente gestellt wird und nur dann erneuert werden muss, wenn der Riester Sparer heiratet oder ein Kind geboren wird. Gerade durch die Vernachlässigung dieser Antragserneuerung geht den Deutschen jedes Jahr ein Betrag in Millionenhöhe für ihre private Altersvorsorge mit der Riester Rente verloren.

Anfragen der Versicherung zur Riester Rente werden ignoriert

Die meisten Versicherungen, welche die Riester Rente im Portefeuille haben, fragen zum Ende jeden Jahres bei ihren Riester Sparern schriftlich an, ob sich im abgelaufenen Jahr etwas bezüglich ihrer Vermögens- oder Familienverhältnisse geändert hat. Leider werden diese Anfragen von den meisten Angefragten, welche eine Riester Rente abgeschlossen haben, ignoriert. Ein großer Fehler, denn durch eine Nichtanzeige von Änderungen bezüglich des eigenen Vermögens oder möglichem Familienzuwachs verschenken viele Deutsche ebenfalls wieder Millionen an staatlichen Fördergeldern für die Riester Rente.

Deutsche verschenken über eine Milliarde Euro bei der Riester Rente

Insgesamt verzichten die Deutschen bei der Riester Rente auf über eine Milliarde Euro an staatlicher Förderung. Hiervon entfallen gut 850 Millionen Euro auf die falsche Nutzung beziehungsweise Antragsstellung auf die staatlichen Zulagen zur Riester Rente. Weitere knapp 450 Millionen Euro gehen den Riester Sparern verloren, weil sie nicht die nötige Eigenkapitalleistung in die Verträge ihrer Riester Rente einbringen, also jeweils vier Prozent ihres rentenpflichtigen Vorjahreseinkommens. Zusammengerechnet verzichten die Deutschen Riester Sparer also auf gut 1,3 Milliarden an staatlicher Förderung zu ihrer Riester Rente.

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